?>

Patronen

Plastik, ein Schwamm, ein Chip, teils ein Druckkopf und ein paar Milliliter Tinte – Patronen für Tintenstrahldrucker wirken auf den ersten Blick nicht sonderlich teuer. Nichtsdestotrotz kosten sie sehr viel Geld. Gerade bei günstigen Druckern müssen Verbraucher für die Patronen tief in die Tasche greifen. Entscheidend ist dabei, wie viele Seiten gedruckt werden können, ehe die Patrone ausgetauscht werden muss. Daraus ergibt sich der Seitenpreis. Er liegt bei Einsteigermodellen deutlich höher als bei hochwertigeren Tintenstrahldruckern, die teilweise sogar günstiger arbeiten als einfache Laserdrucker.

 

Auf die Folgekosten achten

Idealerweise achtet man bereits beim Kauf darauf, welche Folgekosten die Patronen verursachen und für welche Druckleistung die Geräte ausgelegt sind. Denn es macht keinen Sinn, viel Geld in einen Drucker zu investieren, wenn er nur für wenige Hundert Blatt pro Jahr benötigt wird, der Druckkopf aber für 15.000 Seiten monatlich konzipiert wurde. Auch daraus können sich Probleme ergeben, etwa wenn der Druckkopf aufgrund der geringen Auslastung verstopft. Um auch mit preiswerteren Modellen günstig drucken zu können, gibt es verschiedene Alternativen.

 

Nachbaupatronen

 

Besonders beliebt sind Nachbaupatronen, die inzwischen sogar im Fachhandel erhältlich sind und von namhaften Firmen produziert werden. Sie passen exakt in den Drucker, verfügen über einen Chip und sind mit kompatibler Tinte gefüllt. Auch in diesem Bereich gibt es enorme Preisunterschiede. No-Name-Produkte sind bereits ab etwa einem Euro pro Patrone erhältlich. Gespart wird in dem Fall hauptsächlich an der Qualität der Tinte. Statt einer speziell auf den Drucker abgestimmten Tinte wird häufig mit Universaltinten gearbeitet. Das Druckbild muss nicht zwangsläufig schlechter sein als bei teuren Patronen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Druckkopf durch die Tinte beschädigt wird, ist bei sehr preiswerten Patronen aber um eines größer. Hier gilt es, ein wenig zu experimentieren, welche Nachbaupatrone die besten Ergebnisse liefert.

 

Tinten nachfüllen

Eine zweite Möglichkeit: Die vorhandene Tintenpatrone wird nachgefüllt. Das war vor einigen Jahren noch deutlich einfacher, weil die Patronen nur in den seltensten Fällen mit einem Chip versehen waren. Dieser Chip erkennt, wenn die Patrone leer ist, und meldet es dem Drucker bzw. der Software. Das heißt, der Chip muss zurückgesetzt werden, damit die Patrone wieder genutzt werden kann. Dazu sind spezielle Geräte notwendig, die wie die Tinte im Fachhandel und im Internet erhältlich sind. Auch hier gilt: Die Tinte macht den Unterschied. Wichtig ist zudem, vorsichtig arbeiten und sich genau an die Anleitung des Tinten-Herstellers zu halten. Sonst funktioniert die Patrone nicht oder die Tinte läuft schlimmstenfalls aus.

 

Patronen füllen lassen

Wer es sich nicht selbst zutraut, eine Patrone neu zu füllen, sollte die Arbeit einem Profi überlassen. In den meisten Städten gibt es Firmen, die Toner und Tinte kostengünstig nachfüllen oder bei Bedarf Nachbaupatronen anbieten. Denn auch eine Patrone hält nicht ewig. Etwas teurer ist die Option, den gesamten Drucker nachzurüsten, was auch nur bei wenigen Modellen möglich ist. In dem Fall wird die Tinte direkt aus größeren Behältnissen in die Patronen geleitet.